BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Sabre//Sabre VObject 4.5.8//EN
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Zurich
X-LIC-LOCATION:Europe/Zurich
TZURL:http://tzurl.org/zoneinfo/Europe/Zurich
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:19810329T020000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=3;BYDAY=-1SU
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:19961027T030000
RRULE:FREQ=YEARLY;BYMONTH=10;BYDAY=-1SU
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:news953@zasb.unibas.ch
DTSTAMP;TZID=Europe/Zurich:20190530T181134
DTSTART;TZID=Europe/Zurich:20190528T000000
SUMMARY:Filmfestival: Festival of Transcultural Cinema
DESCRIPTION:Das freiburger film forum zeigt seit 1985 alle zwei Jahre Filme
  aus dem globalen Süden. Zahlreiche Filmschaffende aus aller Welt\, viele
  große Namen des ethnografischen Films und aktuellen Dokumentarfilms wie 
 Robert Gardner\, John Marshall\, Dennis O’Rourke\, Frances Calvert\, Mic
 hael Oppitz\, Heidi Specogna\, Ulrike Ottinger waren auf dem Festival vert
 reten. Das sorgfältig kuratierte Programm und die Workshopatmosphäre im 
 Alten Wiehrebahnhof schaffen Raum für Dialog und begeistertes Feedback vo
 n Gästen und Publikum.\\r\\nDer Begriff Transcultural Cinema wurde vom au
 stralischen Ethnologen und Filmemacher David MacDougall geprägt. Als eine
 r der Wegbereiter der Visuellen Anthropologie war er bereits mehrfach Gast
  des Festivals. Mit dem neuen Untertitel wird das mit Gründung des Freibu
 rger Filmforums formulierte Anliegen\, einseitige Perspektiven und Grenzzi
 ehungen aufzuheben\, sichtbarer gemacht. Ein transkulturelles Kino unterst
 reicht die Dynamik und Fluidität von Kulturen und deren Eigenschaft\, Gre
 nzen als zufällige Konstruktionen zu betrachten und in alle Richtungen zu
  überschreiten. Dabei thematisiert es den vielschichtigen Prozess der fil
 mischen Darstellung anderer Lebensweisen. \\r\\nProgramm\\r\\nMit TANZANIA
  TRANSIT\, einer Zugreise durch die ostafrikanische Gegenwart\, eröffnet 
 am 28. Mai das freiburger film forum seine diesjährige Festivalwoche. 30 
 Filme aus 22 Ländern warten an den folgenden Tagen auf das international 
 interessierte Publikum. 25 Regisseur*innen aus Indien\, dem Kongo\, Nord- 
 und Zentraleuropa werden anreisen\, um ihre aktuellen Filme vorzustellen u
 nd freuen sich bereits auf viele engagierte Gespräche mit den Zuschauer*i
 nnen. Für eine Woche wird das Kommunale Kino Freiburgs Treffpunkt des Tra
 nskulturellen Kinos sein. Unter dem neuen Label Transcultural Cinema - ein
  vom Anthropologen und Filmemacher David MacDougall geprägter Begriff - v
 erspricht die diesjährige Auswahl ein Programm\, das einseitige Perspekti
 ven aufhebt und Grenzziehungen hinterfragt. Drei Schwerpunkte fokussieren 
 den Blick auf Effekte der Globalisierung\, beleuchten Sozialstrukturen der
  muslimischen Kultur und einen kritischen Umgang mit dem postkolonialen Fi
 lmerbe. \\r\\nDer Schwerpunkt Fortschritt und Verdrängung schaut auf die 
 bis in entlegenste Regionen vordringende Industrialisierung und ihre Folge
 n. Ob bei den Arhuacos in den Bergen Kolumbiens oder im Hochatlas in Marok
 ko – in einer globalisierten Moderne sind traditionelle Lebensformen in 
 ihrer Existenz als Ganzes bedroht. In der City of Jeans in Nordbrasilien a
 rbeitet inzwischen die gesamte\, zuvor Viehzucht und Kleinanbau betreibend
 e Bevölkerung in der Jeansproduktion. Der durch preisgekrönte Spielfilme
  bekannte Marcelo Gomes hat dort den visuell und dramaturgisch beeindrucke
 nden Dokumentarfilm WAITING FOR THE CARNIVAL gedreht. Ein Doublefeature ü
 ber Köhlerei veranschaulicht eindrücklich den Gap zwischen den Kontinent
 en. Während in der Schweiz die letzten Köhler weiterhin ihr altes Brauch
 tum pflegen\, kämpft ein Bauer im Kongo um die Existenz seiner Familie.\\
 r\\nEhrengast des Festivals ist die Ethnologin und Filmemacherin Lisbet Ho
 ltedahl der Universität Tromsø. Sie forscht seit über zehn Jahren vor a
 llem in Kamerun und richtet ihr Interesse auf die Rolle der Frauen und soz
 ialen (Macht-) Strukturen in der muslimischen Kultur. Ihr Film WIVES zeigt
  seltene Einblicke in die filigranen Beziehungen in einer polygamen Famili
 e. THE CHÂTEAU überrascht mit dem ungewöhnlichen Porträt eines der rei
 chsten Kameruner Industriellen.\\r\\nMit dem Klassiker des ethnografischen
  Films MENSCHEN IM BUSCH von 1930 beginnt eine Filmreihe zur Kontinuität 
 kolonialistischer Denkweise. AFRICAN MIRROR von Mischa Hedinger setzt sein
 e Analyse über den bekannten Afrika-Journalisten René Gardi in der zweit
 en Hälfte des vorigen Jahrhunderts an und hinterfragt das Afrikabild des 
 Westens heute. CRACKS IN THE MASK von Frances Calvert gibt den Einstieg zu
  einem Panelgespräch über die Frage der Restitution\, Provenienz und dem
  Umgang mit rituellen Objekten. Auf dem Podium: Anette Rein\, frühere Lei
 terin des Weltkulturenmuseums Frankfurt\, ein/e Vertreter*in aus dem afrik
 anischen Museumsbereich (noch offen) und Tina Brüderlin\, Leiterin Ethnol
 ogie am Museum Natur und Mensch in Freiburg (angefragt). \\r\\nDie ersten 
 zwei Festivaltage gehören der students‘ platform. Sie präsentiert eine
  Auswahl internationaler Debütfilme und Hochschulproduktionen von jungen 
 Talenten\, die ihre Filme in Freiburg vorstellen und den Ort für Networki
 ng und Erfahrungsaustausch zu nutzen wissen. Im Mittelpunkt dieses Jahres 
 stehen Thematiken wie Flucht und Asyl\, Subkulturen in repressiven Regimen
 \, Kunst als politischer Aktivismus sowie emische Perspektiven auf Entwick
 lung. Einige Filme öffnen Perspektiven von People of Color auf Rassismus 
 sowie postkoloniale Fragestellungen. Ein Programmschwerpunkt bildet „Per
 spectives on migration“\, Projekte von Nachwuchsfilmschaffenden\, die si
 ch kreativ mit Erfahrungen\, Beziehungen und Lebenswelten in der Einwander
 ungsgesellschaft auseinandersetzen.\\r\\nHighlight am Wochenende wird das 
 vom Kommunalen Kino und dem Dresdner Musikerkollektiv shortfilmlivemusic g
 emeinsam produzierte Filmkonzert SURVIVAL STRATEGIES FOR COLD COUNTRIES. D
 ie Film-Musik-Performance im großen Saal des E-Werk erzählt mit künstle
 rischen Mitteln die Geschichte der Einwanderung in Deutschland und stellt 
 aktuelle politische und kulturelle Zusammenhänge her.\\r\\nIn Kooperation
  mit dem Centre Culturel Français Freiburg stellt das freiburger film for
 um dieses Jahr das Afghan Box Camera Project von Lukas Birk und Sean Foley
  vor. Generationen von Afghan*innen ließen Passbilder und Portraits mit d
 ieser aus Holz gefertigten Kamerabox machen\, die Aufnahmegerät und Dunke
 lkammer zugleich ist. Die Ausstellung gewährt Einblicke in eine reiche af
 ghanische Fototradition und das kreative Schaffen der letzten Straßenfoto
 grafen in Kabul\, Mazar-e-Sharif und Herat.
X-ALT-DESC:Das <b>freiburger film forum</b> zeigt seit 1985 alle zwei Jahre
  Filme aus dem globalen Süden. Zahlreiche Filmschaffende aus aller Welt\,
  viele große Namen des ethnografischen Films und aktuellen Dokumentarfilm
 s wie Robert Gardner\, John Marshall\, Dennis O’Rourke\, Frances Calvert
 \, Michael Oppitz\, Heidi Specogna\, Ulrike Ottinger waren auf dem Festiva
 l vertreten. Das sorgfältig kuratierte Programm und die Workshopatmosphä
 re im Alten Wiehrebahnhof schaffen Raum für Dialog und begeistertes Feedb
 ack von Gästen und Publikum.\nDer Begriff <i>Transcultural Cinema</i> wur
 de vom australischen Ethnologen und Filmemacher David MacDougall geprägt.
  Als einer der Wegbereiter der Visuellen Anthropologie war er bereits mehr
 fach Gast des Festivals. Mit dem neuen Untertitel wird das mit Gründung d
 es Freiburger Filmforums formulierte Anliegen\, einseitige Perspektiven un
 d Grenzziehungen aufzuheben\, sichtbarer gemacht. Ein transkulturelles Kin
 o unterstreicht die Dynamik und Fluidität von Kulturen und deren Eigensch
 aft\, Grenzen als zufällige Konstruktionen zu betrachten und in alle Rich
 tungen zu überschreiten. Dabei thematisiert es den vielschichtigen Prozes
 s der filmischen Darstellung anderer Lebensweisen. \n<h4>Programm</h4>\nMi
 t TANZANIA TRANSIT\, einer Zugreise durch die ostafrikanische Gegenwart\, 
 eröffnet am 28. Mai das freiburger film forum seine diesjährige Festival
 woche. 30 Filme aus 22 Ländern warten an den folgenden Tagen auf das inte
 rnational interessierte Publikum. 25 Regisseur*innen aus Indien\, dem Kong
 o\, Nord- und Zentraleuropa werden anreisen\, um ihre aktuellen Filme vorz
 ustellen und freuen sich bereits auf viele engagierte Gespräche mit den Z
 uschauer*innen. Für eine Woche wird das Kommunale Kino Freiburgs Treffpun
 kt des Transkulturellen Kinos sein. Unter dem neuen Label <i>Transcultural
  Cinema</i> - ein vom Anthropologen und Filmemacher David MacDougall gepr
 ägter Begriff - verspricht die diesjährige Auswahl ein Programm\, das ei
 nseitige Perspektiven aufhebt und Grenzziehungen hinterfragt. Drei Schwerp
 unkte fokussieren den Blick auf Effekte der Globalisierung\, beleuchten So
 zialstrukturen der muslimischen Kultur und einen kritischen Umgang mit dem
  postkolonialen Filmerbe. \nDer Schwerpunkt<b> Fortschritt und Verdrängun
 g</b> schaut auf die bis in entlegenste Regionen vordringende Industrialis
 ierung und ihre Folgen. Ob bei den Arhuacos in den Bergen Kolumbiens oder 
 im Hochatlas in Marokko – in einer globalisierten Moderne sind tradition
 elle Lebensformen in ihrer Existenz als Ganzes bedroht. In der <i>City of 
 Jeans</i> in Nordbrasilien arbeitet inzwischen die gesamte\, zuvor Viehzuc
 ht und Kleinanbau betreibende Bevölkerung in der Jeansproduktion. Der dur
 ch preisgekrönte Spielfilme bekannte Marcelo Gomes hat dort den visuell u
 nd dramaturgisch beeindruckenden Dokumentarfilm WAITING FOR THE CARNIVAL g
 edreht. Ein Doublefeature über Köhlerei veranschaulicht eindrücklich de
 n Gap zwischen den Kontinenten. Während in der Schweiz die letzten Köhle
 r weiterhin ihr altes Brauchtum pflegen\, kämpft ein Bauer im Kongo um di
 e Existenz seiner Familie.\nEhrengast des Festivals ist die Ethnologin und
  Filmemacherin <b>Lisbet Holtedahl</b> der Universität Tromsø. Sie forsc
 ht seit über zehn Jahren vor allem in Kamerun und richtet ihr Interesse a
 uf die Rolle der Frauen und sozialen (Macht-) Strukturen in der muslimisch
 en Kultur. Ihr Film WIVES zeigt seltene Einblicke in die filigranen Bezieh
 ungen in einer polygamen Familie. THE CHÂTEAU überrascht mit dem ungewö
 hnlichen Porträt eines der reichsten Kameruner Industriellen.\nMit dem Kl
 assiker des ethnografischen Films MENSCHEN IM BUSCH von 1930 beginnt eine 
 Filmreihe <b>zur Kontinuität kolonialistischer Denkweise</b>. AFRICAN MIR
 ROR von Mischa Hedinger setzt seine Analyse über den bekannten Afrika-Jou
 rnalisten René Gardi in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts an u
 nd hinterfragt das Afrikabild des Westens heute. CRACKS IN THE MASK von Fr
 ances Calvert gibt den Einstieg zu einem Panelgespräch über die Frage de
 r Restitution\, Provenienz und dem Umgang mit rituellen Objekten. Auf dem 
 Podium: Anette Rein\, frühere Leiterin des Weltkulturenmuseums Frankfurt\
 , ein/e Vertreter*in aus dem afrikanischen Museumsbereich (noch offen) und
  Tina Brüderlin\, Leiterin Ethnologie am Museum Natur und Mensch in Freib
 urg (angefragt). \nDie ersten zwei Festivaltage gehören der <b>students
 ‘ platform</b>. Sie präsentiert eine Auswahl internationaler Debütfilm
 e und Hochschulproduktionen von jungen Talenten\, die ihre Filme in Freibu
 rg vorstellen und den Ort für Networking und Erfahrungsaustausch zu nutze
 n wissen. Im Mittelpunkt dieses Jahres stehen Thematiken wie Flucht und As
 yl\, Subkulturen in repressiven Regimen\, Kunst als politischer Aktivismus
  sowie emische Perspektiven auf Entwicklung. Einige Filme öffnen Perspekt
 iven von <i>People of Color</i> auf Rassismus sowie postkoloniale Frageste
 llungen. Ein Programmschwerpunkt bildet „Perspectives on migration“\, 
 Projekte von Nachwuchsfilmschaffenden\, die sich kreativ mit Erfahrungen\,
  Beziehungen und Lebenswelten in der Einwanderungsgesellschaft auseinander
 setzen.\nHighlight am Wochenende wird das vom Kommunalen Kino und dem Dres
 dner Musikerkollektiv <i>shortfilmlivemusic</i> gemeinsam produzierte Film
 konzert <b>SURVIVAL STRATEGIES FOR COLD COUNTRIES</b>. Die Film-Musik-Perf
 ormance im großen Saal des E-Werk erzählt mit künstlerischen Mitteln di
 e Geschichte der Einwanderung in Deutschland und stellt aktuelle politisch
 e und kulturelle Zusammenhänge her.\nIn Kooperation mit dem Centre Cultur
 el Français Freiburg stellt das freiburger film forum dieses Jahr das <b>
 Afghan Box Camera Project </b>von Lukas Birk und Sean Foley vor.<b> </b>Ge
 nerationen von Afghan*innen ließen Passbilder und Portraits mit dieser au
 s Holz gefertigten Kamerabox machen\, die Aufnahmegerät und Dunkelkammer 
 zugleich ist. Die Ausstellung gewährt Einblicke in eine reiche afghanisch
 e Fototradition und das kreative Schaffen der letzten Straßenfotografen i
 n Kabul\, Mazar-e-Sharif und Herat.
DTEND;TZID=Europe/Zurich:20190602T000000
END:VEVENT
END:VCALENDAR
