Afrikaforschung an der Universität Basel

Afrika und Europa sind auf vielfältige Arten miteinander verbunden. Die beiden Kontinente teilen nicht nur eine lange gemeinsame Geschichte, sondern auch Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart. Beides verlangt nach einem gemeinsamen und interdisziplinären Ansatz um positive Resultate hervorzubringen. Zur Zeit ist das gegenseitige Wissen über einander noch begrenzt. Afrikaforschung in gleichberechtigter Zusammenarbeit mit afrikanischen Wissenschaftlern trägt zur Schaffung gemeinsamer Kompetenzen bei.

Die Universität Basel ist das Zentrum der Afrikaforschung in der Schweiz geworden. Diese Entwicklung gründet auf einer langen Forschungstradition in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health Institut, der Mission 21, dem Museum der Kulturen oder den Basler Afrika Bibliographien. In mehreren Disziplinen ist ein starkes Interesse an Afrika vorhanden.

Seit 2001 koordiniert das Zentrum für Afrikastudien Lehre und Forschung und bietet einen MA-Kurs in African Studies an. Studierende zahlreicher Disziplinen können sich sich auf Afrika spezialisieren. Graduierte wurden für prestigeträchtige Doktoratsprogramme zum Beispiel in Oxford oder Chicago ausgewählt, aber auch für Forschungspositionen im NCCR North-South. Das Zentrum repräsentiert die schweizer Afrikastudien in der Africa Europe Group on Interdisciplinary African Studies (AEGIS) und unterhält eine Zusammenarbeit mit dem Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA). Durch seine Mitglieder verfügt es über eine Reihe an Partnerschaften und Übereinkünften mit afrikanischen Universitäten.

Aufbauend auf dieser Entwicklung hat die Universität Afrika zu einem ihrer strategischen Interessensgebiete erklärt (Strategie 2007). 2007 wurde sie zur führenden Institution in der bilateralen Forschungspartnerschaft zwischen der Schweiz und Südafrika mit dem Schweizerischen Tropeninstitut als führende Institution in der Zusammenarbeit mit Tanzania und Côte d'Ivoire. Entsprechend übernahm die Universität die dotierte Professur für afrikanische Geschichte im Jahr 2008 und schuf 2009 eine neue Professur für African Studies mit gesellschaftswissenschaftlichem Profil.

Die strategischen Entscheidungen der Universität wurden durch die starke Initiative der Wissenschaftler mit Schwerpunkt Afrika an der Universität Basel unterstützt. Sie haben das  Kompetenzzentrum Afrika in die Wege geleitet, das 2008 von der Universität genehmigt wurde. Das Kompetenzzentrum Afrika wurde im Februar 2009 gegründet. Es baut auf den spezifischen Kompetenzen und Ressourcen an der Universität Basel auf und vereint zahlreiche Disziplinen, welche die beiden von der Universität in ihrer Strategie 2007 genannten Schwerpunkte (Kultur und Life Sciences) abdecken.

Bitte klicken Sie die bewegte Grafik an, um die Poster im Grossformat anzusehen (pdf, 14MB).

Kontakt

Universität Basel
Zentrum für Afrikastudien
Rheinsprung 21
CH-4051 Basel
Tel.: +41 (0)61 207 34 82
zasb-at-unibas.ch